FAQ Sanität

1. Was ist die zentrale Aufgabe des Sanitätsdienstes?

Die zentrale Aufgabe des Sanitätsdienstes ist es, die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen. Der Auftrag ist, Leben zu schützen und alles für die Gesundheit der Patient_innen zu tun: in den Auslandseinsätzen, in den regionalen Sanitätseinrichtungen im Inland und in den Krankenhäusern der Bundeswehr.

2. Warum ist der Sanitätsdienst bei der Bundeswehr so besonders?

Besonders in Auslandseinsätzen sind Soldatinnen und Soldaten Gefahren ausgesetzt, die sie im Inland nicht erleben. Daher ist der fachliche Standard bei der Bundeswehr extrem hoch. Fortbildungen und Lehrgänge sind hier sehr wichtig – du wirst also in deiner fachlichen Weiterentwicklung in jedem Fall unterstützt.

3. Was zeichnet die Bildungsmöglichkeiten im Bereich Sanität aus?

Der Bereich Sanität fordert nicht nur mehr, er fördert auch mehr: Neben einer langfristigen Perspektive und exzellenten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bietet die Bundeswehr Schulabsolventen und Young Professionals ebenso wie Quereinsteiger_innen einzigartige Technik und weniger Zeit- und Kostendruck als zivile Arbeitgeber.

4. Was erwartet mich bei Übungen im Sanitätsdienst?

In Übungen trainieren wir Handlungsabläufe, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Dabei übt der Sanitätsdienst auf allen Ebenen in unterschiedlichen zeitlichen Ansätzen. Mit nationalen als auch internationalen Partnern.

5. Warum hat die Bundeswehr eigene Krankenhäuser und wo liegt der Unterschied zu anderen Einrichtungen?

Die regionalen Sanitätseinrichtungen und Bundeswehrkrankenhäuser bilden die Grundlage der medizinischen Versorgung aller Soldat_innen der Bundeswehr. Gleichzeitig wird in den Krankenhäusern Fachpersonal für die Aufgaben im In- und Ausland – die sogenannte Einsatzunterstützung – qualifiziert. Die breite fachärztliche Expertise und die enge Anlehnung an den Standard der Hochschulmedizin machen die regionalen Sanitätseinrichtungen und Bundeswehrkrankenhäuser zu herausragenden Aus- und Weiterbildungsstätten. Außerdem sind sie in die regionale Gesundheitsversorgung der Zivilbevölkerung integriert.

6. Wie viele Bundeswehrkrankenhäuser gibt es und an welchen Standorten sind sie?

Es gibt insgesamt fünf Bundeswehrkrankenhäuser: In Koblenz, Ulm, Berlin und Hamburg sorgen sie nicht nur für die Gesundheitserhaltung der Soldatinnen und Soldaten im Inland, sondern stehen auch der Zivilbevölkerung zur Verfügung.

7. Welche Berufe gibt es im Sanitätsdienst der Bundeswehr?

Du hast unzählige Möglichkeiten, eine Karriere bei der Bundeswehr einzuschlagen. Ob als Notfallsanitäter_in, Zahnärzt_in, Ärzt_in, Medizintechniker_in oder Apotheker_in – an Land in den jeweiligen Standorten oder auch auf den seegehenden Einheiten in Uniform und in Zivil. Aktuelle Stellenanzeigen findest du jederzeit auf bundeswehrkarriere.de. Für eine persönliche Beratung, kontaktiere gerne unsere Karriereberater_innen unter 08009800880 oder vereinbare ein persönliches Beratungsgespräch in einem unserer Karrierebüros.

8. Welche Möglichkeiten gibt es in der Laufbahn der Offizier_innen mit Medizinstudium?

Humanmedizin, Lebensmittelchemie und Pharmazie, Zahn- oder Veterinärmedizin: Die Bereiche, in denen du nach deinem Studium tätig werden kannst, sind vielfältig. Die Bundeswehr bereitet dich optimal darauf vor.

Denn als angehende_r Offizier_in wirst du sowohl militärisch als auch akademisch ausgebildet. Neben dem Studium an einer öffentlichen Universität erlangst du in den Semesterferien und während der Truppenpraktika auch das militärische Handwerkszeug.

9. Studiere ich als Sanitätsoffizieranwärter_in an einer öffentlichen Universität?

Ja. Du studierst an einer öffentlichen Universität und kannst dich dabei voll und ganz auf das Studium konzentrieren, denn du bist finanziell unabhängig. Hier kannst du dich für eine Tätigkeit in den Bereichen Human-, Zahn-, Veterinärmedizin, Pharmazie oder Lebensmittelchemie qualifizieren.

10. Bin ich während des Studiums abgesichert?

Ja. Du bist finanziell abgesichert und erhältst volles, deinem Dienstgrad entsprechendes, Gehalt.

11. Wann nehme ich an militärischen Ausbildungen teil?

Du nimmst in den Semesterferien an militärischen Ausbildungen teil.

12. Wie lange muss ich mich in der Laufbahn der Offizier_innen verpflichten, um Medizin zu studieren?

Die Dienstzeit in der Laufbahn der Offizier_innen beträgt mit Medizinstudium 17 Jahre.

13. Werde ich das Studium gemeinsam mit anderen, zivilen Student_innen absolvieren?

Ja. Von 10.000 Medizinstudienplätzen in ganz Deutschland erhält die Bundeswehr ungefähr 250. Diese werden dann auf die staatlichen deutschen Universitäten/Hochschulen verteilt. Für die Bewerber_innen bedeutet diese Verteilung, dass sie ihr Studium an einer zivilen Universität/Hochschule gemeinsam mit anderen Student_innen absolvieren.

14. Wie sieht der Beruf als Einsatzsanitäter_in aus?

Als Einsatzsanitäter_in hilfst du dabei, Leben zu retten. Gemeinsam im Team. In der Laufbahn der Unteroffizier_innen reagierst du auf Notfallsituationen. Zusammen mit Notärzt_innen und Notfallsanitäter_innen rettest und versorgst du Patient_innen, steuerst Fahrzeuge, vom Rettungswagen bis hin zum schwer gepanzerten Sanitätskraftfahrzeug „Boxer“.

Im Notfall arbeitest du mit verschiedenen medizinischen Geräten und reagierst in Krisensituationen schnell und flexibel, um Menschenleben zu schützen. Du assistierst dem Notarzt bzw. der Notärztin und den Notfallsanitäter_innen, indem du beispielsweise venöse Zugänge legst, ein EKG anschließt oder Medikamente für die Verabreichung vorbereitest.

15. Wie sieht der Beruf als Einsatzsanitäter_in im Ausland aus?

Im Auslandseinsatz bist du Kraftfahrer_in gepanzerter Sanitätsfahrzeuge und trägst dafür Sorge, dass diese jederzeit für den Ernstfall bereit sind. Deine Arbeit bringt dich an deine körperlichen und geistigen Grenzen, aber immer mit der Gewissheit, das Beste für deine Patient_innen, zu tun: zusammen Leben retten.

16. Kann man bei der Bundeswehr auch in die medizinische Forschung gehen?

Selbstverständlich. Die Institute des Sanitätsdienstes forschen zum Schutz der Gesundheit und zur Behandlung von Erkrankungen. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil zur Erfüllung der Aufgaben des Sanitätsdienstes. Unsere Forschungseinrichtungen sind mit ihrer Expertise ein international gefragter Partner in der medizinischen Forschung. Die Sanitätsakademie der Bundeswehr in München ist das Kompetenzzentrum für die medizinische Forschung, Entwicklung und Ausbildung in der Bundeswehr. Die vielen internationalen Kooperationen mit zivilen sowie militärischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen zeugen somit von hohen Qualitätsstandards.

17. Werden beim Sanitätsdienst auch Reservist_innen benötigt?

Ja. Reservistendienst Leistende sind ein Bindeglied zur Zivilbevölkerung und unverzichtbar für die Aufgabenerfüllung der Bundeswehr, auch im Bereich Sanität. Zur Erfüllung der vielschichtigen Aufgaben werden Reservist_innen aller Laufbahnen benötigt.

18. Kann ich im Bereich Sanität auch an Auslandseinsätzen teilnehmen?

Ja. Sanitätssoldat_innen sind an allen Auslandseinsätzen der Bundeswehr beteiligt. Von einer ortsgebundenen Sanitätseinrichtung bis hin zum Beweglichen Arzttrupp, der die Truppe überallhin begleitet.

19. Kann ich bei der Bundeswehr auch Tierärzt_in werden?

Ja. Veterinärmedizinische Aspekte des Vorbeugenden Gesundheitsschutzes und ebenso die klassischen Aufgabenfelder der Tiermedizin gehören zu dem breiten Aufgabenfeld im Veterinärwesen der Bundeswehr. Dazu zählen unter anderem der Tierschutz bei bundeswehreigenen Tieren und solchen, die im Bereich der Bundeswehr gehalten werden: Nutz- und Wildtiere auf Truppenübungsplätzen – „vierbeinige Kameraden“, wie die Diensthunde, Mulis und Pferde der Bundeswehr.

20. Darf ich als Tierärzt_in auch an Auslandseinsätzen teilnehmen?

Ja. Die Tierärzt_innen der Bundeswehr sind vor allem im Auslandseinsatz als „Allrounder“ in der Lebensmittel- und Trinkwasseruntersuchung, bei der Überwachung der Lebensmittelhygiene in Truppen- und Feldküchen, der Risikobewertung der Tierseuchen- und Zoonosenlage, aber auch der Behandlung von Diensttieren gefordert. Deshalb absolviert jeder Bundeswehrtierarzt zusätzlich zu der militärischen Ausbildung vor dem Einsatz einige Speziallehrgänge.

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